Fast lautlos surrt er dahin…

Da steht er – blitzeblank in der Ausstellungshalle von Toyota Bassen in Rotenburg. Wie immer bei Bassen ist alles gut vorbereitet. Das wissen die Kunden zu schätzen. Fahren andernorts über 20 Prozent VWs durch die Stadt, sind es in Rotenburg ebenso viele Toyotas, die das Bild auf den Straßen prägen. Freundlichkeit, Entgegenkommen und guter Service machen sich eben bezahlt. Und – entgegen aller Unkenrufe aus den USA – seit fast 20 Jahren habe ich keine Probleme mit meinen Toyotas. Bei Toyota zahlt man nur Inspektionen und vielleicht Verschleißteile. In all den Jahren habe ich nie einen Euro für Reparaturen ausgegeben. Da bleibt man Toyota treu, auch wenn die Amerikaner Probleme mit dem Gas haben.

Draußen liegt hoher Schnee, gleich wird das neue Auto aussehen wie alle Autos draußen. Nachdem ich die Formalitäten erledigt habe, fahre ich vom Hof. Ich ziehe an dem kleinen Hebelchen, das dort sitzt, wo üblicherweise der Schalthebel seinen Platz hat. Vor – Zurück – Neutral – Parken – Motorbremse beim Bergabfahren, sind die Stellungen die angesteuert werden können. Die Automatik ist stufenlos, schaltet also nicht merkbar.

Da der Tank fast leer ist, geht es erstmal zur Tankstelle. 45 Liter passen in den Tank. Mit einem eingefahrenen Fahrzeug kann man angeblich bei gutem Wetter über tausend Kilometer mit einem Tankinhalt fahren. Rund 37 Liter kann ich nachtanken, er hat also eine solide Reserve.

Als ich an der Tankstelle wieder losfahre, schaut alles hinterher. Ohne (Benzin-)Motor rollt der Auris an und schnurrt dabei so leise, dass man nichts hört, fast wie ein Elektrokarren auf dem Flughafen. Rund anderthalb Kilometer kann man mit vollem Akku völlig ohne Benzinmotor fahren. Kommt die Tachonadel über die 60 km/h-Marke, springt der Benzinmotor (99 PS) automatisch an und unterstützt den Elektromotor ( 66 KW), der von einem Akku im Kofferraum gespeist wird. Der Akku wird im Schubbetrieb oder beim Bremsen immer wieder aufgeladen.

Angegeben ist der Auris mit 3,8 Liter Durchschnitt bei 89 g CO². Damit liegt der Auris mit an der Spitze. Und er sieht deutlich besser aus, als der Prius vom gleichen Hersteller.

Auris Hybrid von vorn

Innendrin ist der Auris richtig geräumig. Mit der schräggestellten Windschutzscheibe mit viel Platz vor der Nase bekommt man ein Raumgefühl wie in der S-Klasse. Einzig der Kofferraum ist etwas mickrig. Aber: eine Kiste Wasser geht auch hinein:

Kofferraum des Auris Hybrid

Jetzt geht es erst mal ans Studium der dicken Betriebsanleitung. Schließlich hat der Auris jede Menge neuer Technik intus.  Den Schlüssel muss man nur noch in der Tasche haben. Greift man in den Griff der Fahrer- oder Beifahrertür, wenn der Schlüssel in der Nähe ist, kann das Auto schlüssellos geöffnet werden. Das gleiche gilt für den Kofferraum. Verschlossen wird der Wagen mit Drücken auf einen kleinen Knopf am Griff bzw. der Kofferklappe.

Zum Starten drückt man nur Power-Knopf, schon springt alles an. Nur vom Motor hört man nichts. Der (und zwar der E-Motor beim Anfahren) startet erst, wenn man Gas gibt. Schon ein merkwürdiges Gefühl. Demnächst mehr zu den inneren Werten des umweltfreundlichen Autos der Zukunft.

So siehts innendrin aus

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